Welche Vorteile bietet die induktive Lautstärkeregelung?

Ein CD- Player liefert ein Ausgangssignal von 2Volt oder weniger, eine Endstufe benötigt im Eingang weniger als 1Volt zur Vollaussteuerung. So sollte es sein, wenn ein Hersteller sein Gerät HIFI nennen will.
Was spricht also dagegen, auf eine aktive Verstärkung zu verzichten und das Signal nur in der Lautstärke zu regeln?
Sehen wir uns die unterschiedlichen Konzepte mit denen eine solche Lautstärkeregelung realisiert wird einmal näher an:

1. Potentiometer

die einfachste Art besteht darin, das Musiksignal mit einem Stereopotentiometer zu bedämpfen. Zahlreiche Geräte wurden so schon gebaut. Wichtig ist der Gleichlauf zwischen den beiden Stereokanälen. Ist der nicht 100%ig, ist es aus mit dem vollständigen Ablösen der Musik von den Lautsprechern.
Ein ALPS RK27112A hat z.B. eine Toleranz von +/- 3dB, etwas besser ist das ALPS RK40312A mit +/-2dB.
Das ist das Ende der Fahnenstange. Kohlepotis kommen da nicht annähernd ran.

2. geschaltete Widerstände

Wer den Aufwand nicht scheut, baut ein geschaltetes Widerstandsnetzwerk. Jetzt kann man zum einen die Widerstände bis zum gewünschten Grad selektieren, zum anderen können Widerstände entsprechend den klanglichen Vorzügen ausgewählt werden. Ob nun MIL-grade Vishay besser sind als alte Kohlemassetypen ist dann reine Geschmacksache.
Widerstandsnetzwerke oder Potentiometer liegen in Reihe zur Quelle, also unserem CD-Player. Der Verstärker „sieht“ also bei aufgedrehtem Poti die volle Impedanz, bei leise gestelltem Poti die reduzierte Impedanz. Das ist o.K. so – für den Verstärker.
Das Kabel zwischen CD-Player und Verstärker bildet ein R-C-Glied, wobei das R die oben genannte Impedanz ist und C die Kapazität des Kabels. Hier führt ein abdrehen der Lautstärke zu einer durch das R-C-Glied hervorgerufenen Höhenbedämpfung, die im ungünstigen Falle innerhalb des Hörbereiches liegt, jedenfalls der Forderung nach einer hohen Übertragungsbreite für SACD widerspricht.

3. geschaltete Übertrager

Übertrager können gegenüber den oben genannten Widerstands-Netzwerken einige Vorteile bieten.
Das Signal wird in einen Übertrager mit Primär und Sekundärwicklung übertragen. Damit ist im symmetrischen Betrieb grundsätzlich Quelle und Last galvanisch getrennt, ein möglicher Brumm sowie Einstreuungen ins Kabel werden wirkungsvoll unterdrückt.
Sekundärseitig wird das Musiksignal in mehreren Stufen abgegriffenen. Wie bei einem Trafo ergeben sich damit unterschiedliche Ausgangsspannungen, die über einen Schalter weitergegeben werden. Anders als beim Widerstandsnetzwerk bei dem die Leistung durch Hitze verbraten wird, steht hier das Signal bei kleiner Lautstärke zwar mit einer geringen Spannung, dafür aber mit höherem Strom zu Verfügung, und was noch wichtiger ist, mit einer niedrigen Impedanz. Und damit haben wir keinen Abfall zu hohen Frequenzen.

Und so sieht unsere Lösung aus:

Impedanzoptimierung

Greifen wir den wichtigen Aspekt mit der Impedanz noch einmal auf. Beim Zusammenspiel zweier Geräte sollte die Impedanz der Quelle geringer sein als die der Last.
Wir haben die Eingangsimpedanz unseres Übertragers auf 10kOhm nominal festgelegt. Da CD-Player, Tuner, Phonovorstufen ect. meist um die 600Ohm treiben, und nicht selten wesentlich niedrigere Impedanzen aufweisen, liegen wir damit im sicheren Bereich.
Die Ausgangsimpedanz des Übertragers bei Schalterstellung auf Maximallautstärke entspricht in etwa der Quelle. Mit Verminderung der Lautstärkestellung vermindert sich die Impedanz zu noch besseren Werten. Ergo ist das Treiben von langen Kabeln oder exotischen Kapazitäten kein Problem. Das wird besonders die Besitzer von getrennten Monoendstufen oder Aktivboxen freuen.
Unsere silvercore stepper transformer sind mit Finemet Trafokernen ausgestattet und übertragen die Musik daher selbst bei geringsten Lautstärken plastisch und mit vollem Dynamikumfang.

Frequenzgangoptimierung

Eine hohe Impedanz erfordert eine höhere Anzahl von Windungen in einem Übertrager. Und da nichts geschenkt wird, erhöhen die Windungen die Kapazität des Wickels. Ergo begrenzt diese erhöhte Kapazität den Frequenzgang nach oben. Das ist die Physik. Den Lösungsansatz finden wir in einer optimierten Übertragergeometrie die einen sehr kapazitätsarmen Wickel ermöglicht.
Der für uns gemessene Frequenzbereich geht linealglatt (3dB) von 6Hz bis 240kHz. Bei 40kHz beträgt die Überhöhung lediglich 0.1dB. Übrigens nach oben. Weil hier die Resonanz des Übertragers je nach Abschlusswiederstand bei 100k bis 240k liegt. Diese bildet einen auf den Grafiken nicht sichtbaren “Buckel” von 3dB, dannach fällt der Frequenzgang ab. Das sind hervorragende Werte. Über alle Schalterstellungen. Die Messungen wurden übrigens nicht mit schönigenden Kurzschlußimpedanzen durchgeführt, sondern mit praxisüblichen 50kOhm. Ebenso vorbildlich verhält sich der Stepper bei der Phasenabweichung.
In der Klirrmessung sehen Sie die Resonanz des Erregerpeaks mit -136dB. Das ist der Punkt kurz über dem Grundrauschen des DAAS Systems. Besser geht nicht. Das erreicht keine aktive Verstärkerstufe.
Vielen Dank an dieser Stelle den Herrn Dr. Ultee von der Firma DAAS sowie Herrn Prof. Dr. Steinke von der Fachhochschule Münster.
Solider mechanischer Aufbau mit 100%iger Abschirmung gegen Streufelder
Offene Sekundärwicklungen stellen mit freien Drahtenden die einfach aus dem Gehäuse geführt werden ideale Radiobedingungen für Einstreuungen jeder Art dar. Um dies schon im Ansatz zu unterdrücken, haben wir Übertrager und Umschalter direkt auf einer Platine kontaktiert und in einem Gehäuse aus MU-Metall fest vergossen. Das massive MU-Metall schirmt wirkungsvoll alle Streufelder ab.
Alle unsere Übertrager werden absolut identisch gewickelt und aufgebaut. Fertigungsqualität hat oberste Priorität. Dadurch ist ein vollkommen homogenes Stereobild über beide Kanäle in allen Schalterstellungen reproduzierbar.

Silberdraht

Wir verwenden für unser Spitzenmodell einen Drahtwickel aus reinem 999er Silberdraht der extra für uns gezogen und isoliert wurde. Das tun wir nicht, weil es so schön exotisch ist, sondern weil Silberdraht dem neutralen Klang der nanokristallinen Übertragern das i-Tüpfelchen Glanz zur Perfektion verleiht. Und damit dem Anspruch auf klare reine Präsenz der Quelle mehr entspricht.