Die “phono one” ist eine High End Phonostufe in Röhrentechnik. Die Entzerrung des Musiksignals erfolgt mit einem passiven LCR Netzwerk das der Phono einen ungemein luftigen und lebendigen Klang verleiht. Die konsequente Verwendung hochwertiger Bauteile, sowohl bei den Röhren als auch bei den passiven Komponenten zahlt sich aus!

Konzept

Die Schaltung ist theoretisch recht einfach. Ein Eingangsübertrager verstärkt das kleine Signal des MC Tonabnehmers um den Faktor 10 und gibt es an eine steile Eingangsröhre, hier eine Siemens D3a ab, damit ist das Signal schon mal um den Faktor 1000 verstärkt. Von dieser Verstärkung büßen wir ein wenig für das nachfolgende “RIAA Filter” ein, welches das auf der Plattenrille verfälschte Signal zum Wohlklang verbiegt. Eine letzte Puffer-Röhrenstufe mit der Mullard E188CC gibt es dann als vollwertiges Line Signal heraus.
Ganz so einfach wie sich das Konzept anhört ist es dann aber doch nicht geworden. Eine Phonostufe bedarf eines gehörigen Aufwandes um höchsten Anforderungen zu genügen.
Ein Tonabnehmer ist von Natur aus eine symmetrische Quelle. Ergo liegt es nahe, den Eingang einer Phonostufe symmetrisch auszulegen. Der Chinchstecker am Kabel weicht einem XLR Pendant – voila, kleine Maßnahme, grosse Wirkung. Die Stör- und Brumm-anteile das Tonarm-Kabels werden erheblich reduziert. Wer das nicht will, nimmt konservativ einen Adapterstecker auf Cinch.
Der Eingangsübertrager ist ein sehr wichtiges Bauteil. Um Limitierungen zu unterbinden, setze ich die großen “pro”-Übertrager ein, entweder in Silberlegat oder in Reinsilber gewickelt.
Vor-und Endröhren erhalten eigene geregelte Betriebsspannungen und arbeiten über sogenannte Stromquellen. Der Aufwand, hier 12 selektierte Transistoren anstatt einfache Widerstände einzusetzen ist darin begründet, daß eine “current source” gegenüber dem Widerstand die Röhre geringer bedämpft. Die Röhre kann freier spielen und verstärkt obendrein höher.
Sinnbildlich genauso verhält es sich, wenn eine Röhre einen Filter treiben soll. Hier den Filter zur Entzerrung des “verbogenen” Musiksignals von der Plattenrille. Unser LCR Netzwerk das aus Spule, Kondensator und Widerstand besteht, profitiert von einem hochohmigen Aufbau. Je größer wir die Spulen auslegen, desto leichter tun sich die Röhren. Ich habe die Spulen um den Faktor 25 grösser ausgelegt als die legendäre “Tango RIAA”. Wollen die Spulen in Silberlegat oder Silber gewickelt werden, kommen ordentliche Edelmetallmengen zusammen.
Die Kondensatoren im Signalweg sind auf ein Minimum reduziert. Ich verwende hier ausschliesslich NOS Silberglimmer aus Armeebeständen oder eigens in Deutschland angefertigte Zinkfolien-MKP.

custom made

Die Phonostufen werden von mir individuell aufgebaut. Die Ausführungsqualität der Gehäuse reicht vom einfachen 19 Zoll-Gehäuse bis zum individuellen Aufbau mit weissen oder schwarzen Delrinzargen oder auch Makassaholz. Die Fotos zeigen den einfachen Aufbau mit ausgelagertem Netztrafo.
Die Röhrenbestückung erfolgt individuell, je nach Geschmack und Gusto statte ich die Verstärker mit alten NOS Röhren von Siemens E280F mit Philips 9722 bis hin zu Siemens D3a mit Mullard E188CC aus.
Selbstverständlich werden alle Platinen mit gematchten Bauteilen bestückt, vermessen und auf Kanalgleichheit (0,1dB RIAA) abgestimmt.

Daten

Phonovorstufe mit ausgelagertem Netztrafo
Eingangswiderstand: 600Ohm damit für alle Tonabnehmer mit einem Innenwiderstand bis 100Ohm geeignet
Eingangspegel: 150 µV bis 750 µV
Ausgangswiderstand: 600Ohm mit E188CC
Verstärkung: 65dB je nach Röhrenbestückung
Rauschabstand: 67dB
Leistungsaufnahme: 230V/0,4A entspricht etwa 60W
externer Netztrafo mit 6poliger Zuleitung
Abmessungen Phono bxtxh: 460x370x120
Abmessungen Trafo bxtxh: 140x250x120
Gewicht: etwa 20kg je nach Ausführung