Silvercore HiFi made in Germany
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vollverstärker

Für die versierteren Bastler und Profis unter den Röhrenfreunden biete ich einen sehr hochwertigen Bausatz eines Vollverstärkers an.

 
Schaltung

 
Die 6 Cinch-Eingänge werden konventionell über einen hochwertigen 2x6 Stufenschalter direkt an die silvercore steppertransformer gegeben. Als Eingangsübertrager trennen diese das Signal galvanisch von der Quelle und dienen der induktiven Lautstärkeregelung. Ein 20k bis 50k Widerstand gegen Masse reicht als Abschluss der Übertrager.
Die Treiberstufe wird mit einer ECC99 Doppeltriode in SRPP Schaltung realisiert. Die SRPP Schaltung bietet den Vorteil einer hohen Verstärkung bei gleichzeitig niedrigem Innenwiderstand.
Die ECC99 wird jetzt nicht wie üblich mit einem Koppelkondensator mit den Endröhren verbunden, sondern über einen zusätzlichen parafeed Übertrager. Dieser Übertrager bringt klanglich entscheidende Vorteile, weshalb der zusätzliche Einsatz mehr als gerechtfertigt wird. Zusätzlich bekommen wir elegant drei Sekundärabgriffe am Wickel. Einen Abriff für die Ansteuerung der B300 und je einen Abgriff für einen Line-Vorverstärkerausgang und einen Kopfhörerausgang.
Die Endröhren sind konventionell mit Kathodenwiderstand und -kondensator in auto-bias beschaltet, den Arbeitspunkt stellen wir entsprechend der verwendeten Röhre ein.
Der Ausgagsübertrager aus hat sekundär drei Abgriffe für die Lautsprecherimpedanz. Neben 8Ohm ist die Beschaltung auf 4 und 16Ohm möglich. Die Ausgangsleistung der Endstufe beträgt je nach verwendeter B300 zwischen 5 und 8 Watt.
 
Röhren
 
Die ECC99 ist neu von JJ produziert und besitzt werkseitig sehr geringe Streuungen und bietet sich aufgrund hoher Verstärkung (µ=24) bei gleichzeitig niedrigem Innenwiderstandes als Treiberröhre an.
Die 300B gibt es in guter Qualität und Klang aus chinesischer Fertigung die dem Bausatz beiliegen. Wer den Wert des Verstärkers verdoppeln will, kann problemlos die Originale von WE einsetzen. Ob die dann besser klingen, hab ich nicht ausprobiert.

 
Übertrager

 
Die Front-End-Theorie besagt, daß ein Bauteil im Verstärkereingang den Klang mehr beeinflusst als ein solches im Verstärkerausgang. Einerseits, weil die Fehler höher verstärkt werden, andererseits weil Bauteile bei geringen Signalspannungen anfälliger für Fehler sind.
Die wichtigste Röhre ist demnach die Treiberröhre, dann erst die Endröhre. Der qualitativ wichtigste Übertrager in der Kette ist der Eingangsübertrager, gefolgt vom Zwischenübertrager und dann dem Ausgangsübertrager.
Die eingesetzten silvercore Schaltübertrager sind mit einem einen torroidalen Kern aus amorphem Material im Eingang absolut top in Ihren Übertragungseigenschaften.
Im Zwischenübertrager setze ich ebenfalls amorphe Kerne ein. Da das Material zur schnellen Sättigung neigt, ist eine gute Bassreproduktion nur bei gleichspannungsfreiem Betrieb also parafeed möglich. Besser geht nicht.
Bei den Ausgangsübertragern zählt dagegen Masse statt Exotik. Möglichst viel Eisen, hier ist das VM111 optimal, im Kernquerschnitt garantiert guten Bass. Ein hochverschachtelter Wicklungsaufbau in zwei separaten Kammern verringert Kapazitäten und gibt gute Höhen.

 
Netzteil

 
Das Netzteil wird konventionell mit der 5U4G Gleichrichterröhre und zwei überdimensionierten Siebdrosseln aufgebaut. Natürlich kommen hier keine Elkos sondern ölgefüllte MKP-Kondensatoren zum Einsatz. Beim Einschalten fährt die Anodenspannung entsprechend der Aufheizung der Gleichrichterröhre langsam hoch. Die gute alte Softstart-Schaltung.
Eine Besonderheit stellt die Röhrenheizung der B300 dar. Hier verwenden wir Schaltnetzteile aus der Medizintechnik. Damit ist die Röhre absolut brummfrei. Auf den Netzschalter sind Trafo und die Schaltnetzteile so geschaltet, daß bei Stellung "unten" nur der Vorverstärker mit Kopfhörerausgang läuft, bei Stellung "oben" werden die Heizung der Endröhren zusätzlich aktiviert wird.

 
Gehäuse

 
Das Gehäuse ist aus 2mm Edelstahl lasergeschnitten und gekantet. Ein solider Aufbau ist für die 30kg Gewicht des Verstärkers das A und O. Trafos und Übertrager sind in Edelstahlbecher vergossen, damit werden parasitäre Schwingungen wirkungsvoll unterdrückt.

 
Einsatz

 
Ein SE-Verstärker mit 5 bis 8 Watt ist nicht dazu angetan, monströse Bassmembranen oder riesige Frequenzweichen in wirkungsgradschwachen Mehrwegboxen zu treiben.
Optimal arbeitet der Vollverstärker an guten Single-Cones, Boxen mit hohem Wirkungsgrad und Hörnern. Das sollte man dann aber einmal gehört haben.
 
 

 

Der Komplettbausatz enthält alle zum Bau notwendigen Teile außer Werkzeug, Verdrahtung und Lötmittel
  • vollverstärker B300 
  • 6 Cincheingänge
  • hochwertiger Quellenschalter
  • Silvercore Stepperübertrager zur Lautstärkeregelung
  • SRPP Treiberstufe mit der ECC99
  • amorpher Zwischenübertrager
  • ein Line- und ein Kopfhörerausgang
  • B300 Endröhre
  • Ausgangsübertrager
  • Netzteil mit Gleichrichterröhre 5R4
  • Siebdrosseln und ölgefüllten MKP-Kondensatoren
  • Edelstahlgehäuse mit polierten Trafobechern
  • vergoldete teflonisolierte Cinchbuchsen
 
vollverstärker Bausatz          2.750,00 €
 

 
Der raw case Bausatz enthält nur die Trafos und das Gehäuse
  • Silvercore Stepperübertrager zur Lautstärkeregelung
  • amorphe Zwischenübertrager
  • Ausgangsübertrager
  • Netztrafo
  • Siebdrosseln
  • Edelstahlgehäuse
 
vollverstärker raw case Bausatz          1.950,00 €